Hallo alle zusammen, Ich habe schon rumgeschaut und versucht mich ueber das Rollenspiel zu informieren, habe aber nirgendwo eine wirklich gute anleitung gefunden wie man so was macht, zum beispiel wie man in den Channel kommt, usw...
Ich faende es cool, wenn mir jemand erkaeren koennte und (sorry, schreibe mit einer amerikanischen Tastatur )
auf was ich alles achten muss und so weiter
In die Chatkanäle kommst du, wenn du auf die Sprechblase links neben den Texteingabefeld klickst.
OOC Kanäle sind dafür gedacht, auch chats ausserhalb des Rollenspiels/ Char zu halten. Die Kanäle sind alle nur Regionweit.
Ausnahmen: Sippen, Gefährten und Benutzdefinierte Chats, die Serverweit funtionieren. Der Sagenchat hat eine begrenzte Reichweite innerhalb der Region.
In Benutzerchats kommt man mit /kanalverbinden Chatname. Zusatzlich sollte man die Filter anpassen. Aber da wird dir im OOC Channel des Spiels gerne genauere Hilfe geben können.
Mache dich schlau über die Eigenschaften und "Besonderheiten" der einzelnen Rassen. Einen schönen Abriss dazu bietet z.B. Angerthas
Diese "Wie spielt man was?"-Anregungen sind vorab etwas viel Input für jemanden, der sich erstmal an das Rollenspiel herantasten möchte.
Grundsätzlich hilft es, sich erstmal für einen unkomplizierten Anwohner aus der Gegend auszugeben - ohne komplizierte Verpflechtungen im Stammbaum.
Dann hilft es, Rollenspiel auch erst einmal zu beobachten. Das RP im Pony in Bree ist zwar ein denkbar schlechter Einstieg für "gutes" RP, aber es kann erstmal helfen zu sehen, wie sich Dialoge entwickeln und was genau Emotes sind. Der gute Einsatz von Emotes erlernt sich allerdings erst im Laufe der Zeit (und meiner Meinung nach nicht im Pony).
Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass dies in den wenigsten Fällen sauberer Stil ist. Aber es ist zunächst die sicherste Anlaufstelle. Um auch mal anderes RP zu beobachten und sich ggf. mit einzubringen hilft es außerdem, auf Spieler-Events zu achten. Oft handelt sich dabei um von Sippen organisierte Feste oder Treffen in einer bestimmten Siedlung oder an bestimmten Orten.
Ich persönlich ziehe so etwas immer einem einzelnen Mentor vor. Denn so nett es auch zunächst sein mag, wenn sich jemand anbietet, einen an das RP heranzuführen, so gewöhnt man sich dabei auch zu schnell denselben Stil an.
Meist reicht das schon um zu ahnen, wie nun Rollenspiel funktioniert und von da an weiß man auch am ehesten, ob es etwas für einen ist oder nicht.
Tragend für derlei Entscheidungen sind oft gut ausgespielte Charaktere, die einen selbst irgendwie beeindruckt haben und so Lust auf mehr oder was eigenes machen konnten. Dabei ist die Anzahl und Länge begleitender Emotes aber kein Maß für "gut", sondern die ausgespielte Glaubwürdigkeit: Ein Char mit Eigenheiten und Schwächen, wobei vieles davon nur mittelbar ersichtlich wird (keine Figur würde wie in einer Gruppensitzung von sich aus sagen "Ich bin der Paul und ich bin geltungssüchtig").
Das sind alles Dinge, die man im Laufe der RP-Karriere erlernt und hoffentlich auch schätzt.
Die nächste Stufe wäre dann das gezielte Setup eines Charakters mit Hintergrund und Charaktereigenschaften, sollte der "Testchar" nicht mehr ganz den eigenen Vorstellungen entsprechen.
Es hilft, wenn sich dieser Char auch ein paar Ziele setzt, aber als Spieler sollte man sich nicht allzu fest darauf festbeißen. Nichts ist schlimmer, als ein starrer Plot, den man für sich schon zurechtgelegt hat. Damit würde alle anderen Chars nur zu Statisten degradiert.
Auch unzweckmäßig ist ein zu schillernder Char. Er muß nicht exotisch sein, um aufzufallen. Elrond hat bereits Unmengen an Kindeskindern, die allesamt auch schon ihren persönlichen Balrog erlegen durften - oder von so einem nun schwanger gehen.
Schau Dich nur in der Landschaft der Sippennamen um: "Die Erben der Bewahrer der geheimen Gemeinschaft des Bla"-Sippen gibt es zuhauf und genauso verhält es sich mit Chars, die den Heldenstatus schon innehaben.
Für manch einen wäre es eine echte Herausforderung, einen normalen Menschenchar glaubhaft auszuspielen.
Achja, es hilft ein wenig, wenn man sich mit Begriffen wie "Lore", "Tolkien", "Games-Lore" u.ä. befasst. Es gibt Spielergruppen, die ausschließlich nach Tolkien spielen wollen, andere nutzen die Welt, wie sie das Spiel bietet.
Beiden Ansätzen gemein ist dabei allerdings, dass erspielte Quest-Inhalte in weiten Teilen ausgeklammert werden: Niemand hat Aragorn dabei geholfen, Anduril neu zu schmieden oder den Ring Narchuil zu vernichten.
Hm, ich höre lieber erstmal auf, zu tippen. Es ging ja erstmal um eine grundsätzliche Frage und nicht um eine Kompletteinweisung.
Für manch einen wäre es eine echte Herausforderung, einen normalen Menschenchar glaubhaft auszuspielen.
Ja, die hohe Kunst des RS ist es Schwächen des Charakters auszuspielen, was einen normalen "Menschen" eben ausmacht und ihn dadurch lebendiger wirken läßt, um authentisch zu sein. Aversionen, Vorlieben, denen man nicht widerstehen kann (Sucht?), Fetische usw.
Ich erinnere ich da an Wonnen an eine P&P-RS-Gruppe, wo ein Spieler seinen Char einen religiösen Fanatismus ausspielen ließ. Das hat unseren Meister ganz schön in´s Schwitzen gebracht, da der Char einfach eigene Wege beschreitete. :-)
Z.B. war er ne zeitlang nicht in unserer Gruppe bei Missionen unterwegs, weil er all sein Gold spendete für ein goldenes Dach eines Tempels und das Vergolden dieses Daches überwachte, was seine Zeit gedauert hat.
Auch andere Verhaltensweisen innerhalb des Gruppenspiels haben unseren Zielen eher entgegengewirkt, was aber umso mehr Spaß machte sich darauf einzustellen, da es eine Herausforderung war.
Das alles ist aber schon wieder das Ausspielen eines Extrems, das teilweise sogar der Dynamik eines P&P-Abends entgegenwirkte, so dass bei mir oft der Eindruck entstünde, es ginge letztlich auch eher nur darum.
Vielleicht eine generelle Neigung, einfach etwas einzigartig Markantes zu verkörpern?
Kleiner Exkurs:
Wenn es um RP geht, halte ich auch nach Jahren noch immer UO die Stange. Dort gibt es ja die vom Vertreiber geduldete Landschaft der Freeshards, also Server, die in Spielerhand liegen und deren Hintergrund von diesen bestimmt und geleitet wird. Dort sind Quests etwas komplett anderes (näher an Plots vom P&P dran), deren Ausgang die Teilnehmer mit beeinflussen können. Dort ist es dann auch so, dass Statisten einem Questverlauf wertvolle Nuancen geben können: Sowohl unwichtige NPCs, die ggf. einer angreifenden Fraktion angehören, aber für eine bestimmte Zeit von einem Spieler übernommen werden, als auch Teilnehmer auf der Seite, die die Quest mit durchführt. Oftmals sind das spätere Opferrollen (wie der Fähnrich, mit der kurzen Sprechrolle, der beim Außenteam dann sein Leben läßt) oder einfach nur Mitteilnehmer, denen aber kein wichtiger Part innerhalb des Questhubs zufällt. Sie füllen Handlung und Bild, tun sich aber sonst durch nichts hervor. Das ganze wird umso interessanter, wenn man so einen Statist trotzdem voll und glaubhaft ausspielt.
Auf so einem Freeshard habe ich einen Charslot, der nur für derlei Questchars ausgelegt ist. Wann immer die SL also so einen Nebenchar braucht, wird dementsprechend ein Char mit Rasse/Klasse und Namen erstellt und ausgespielt. Solche Figuren sind überaus wichtig, auch wenn sie nunmal nicht tragend sind oder später in RP-Postings auftauchen.
Vielleicht ist es nur eine persönliche Neigung, aber ich finde, man muß auch in der Lage sein können, einen Char auszuspielen, der sich nicht besonders hervortut, sich im Laufe eines Events auch mal für andere etwas zurückhalten kann oder einfach nur ein wenig dazu beiträgt, dass andere Chars mal eine Chance erhalten, sich im RP zu beweisen.
- Wenn ein paar Musiker im Pony ein Event vollziehen, sitzt eben ein unbedarfter Gast dort und applaudiert auch brav, aber er steht nicht auf und beginnt darüber zu lamentieren, warum die Welt dort draußen so böse ist und was man so alles dagegen tun kann, anstatt sich im Hier und Jetzt zu verlieren.
- Wenn eine Sippe zusammen loszieht um sich geschlossen einem Kampf zu stellen, dann braucht es neben dem Anführer auch immer ein paar, die ihm folgen, ohne jede Formation zu durchbrechen oder jeden Befehl, jede Taktik in Frage zu stellen. Simple Befehlsempfänger und -ausführer, die so aber die Geschlossenheit und Effektivität einer Sippe mitgestalten. Manchmal habe ich den Eindruck, es gibt nur noch Offiziere und keine niederen Soldaten mehr.
- Wenn man eine zusammengewürfelte Gefährtengruppe ausspielt, dann rattert man nicht innerhalb der ersten halben Stunde jeweils seinen Lebenslauf herunter, sondern überlässt es auch den Mitspielern, hinter die einzelnen Eigenarten zu kommen oder es kommt eben nicht dazu. Nicht jeder springt auf die eigene Darstellung so an, wie man es sich gerade wünscht.
- Generell innerhalb eines ausgespielten Events ist es manchmal glaubhafter, anderen etwas zuzuspielen, als das Ruder komplett selbst übernehmen zu wollen. Hier liegt oftmals auch die so oft zu überwindende Schwelle zwischen Wissen des Chars und ooc-(Er)Kenntnisse des Spielers verborgen. Gerade bei aufkommenden Rätseln hat man oft die Chance, sich an andere Chars zu wenden oder sich auch mal im RP zu verrennen. Aber sie sind rar, die Chars, die sich auch mal irren oder fehlerbehaftet sind und sich nur auf andere verlassen.
"Normalo"-Chars auszuspielen scheint weiblichen Spielerinnen eher zu liegen - zumindest ist das mein Eindruck nach ca. 10 Jahren MMORPGs.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gerne etwas beitragen.
Mir fällt immer wieder auf, dass im Rollenspiel gerne viele Emotes verwendet werden. Ob nun vorgefertigte oder /e Emotes. Begrüsse ich ich in jedem Fall.
Bei den /e Emotes wird aus meiner Sicht nur sehr oft etwas, nunja, ich will es nicht falsch nennen, aber es wird "merkwürdig" gemacht.
Oft lese ich als Emote von sagen wir "Spielerin1":
Spielerin1 blickt nachdenklich zu Spieler2 und denkt sich dass er sich mal wieder den Bart stutzen könnte.
Hier wird oft übersehen, dass Spieler2 sicherlich aus der Mimik herauslesen kann, dass Spielerin1 Nachdenklich blickt, aber den Inhalt der Gedanken bezüglich des Bartstutzens ja nicht wirklich aus der Mimik ablesen kann. Angebrachter wäre es wenn man es bei dem nachdenklichen Blick belassen würde und Spieler2 nachfragt, warum Spielerin1 denn so nachdenklich dreinblickt.
Ich hoffe, dass ich es verständlich ausgedrückt habe und dass nachvollziehbar ist, was ich meine.